Uraufführung
nach Nicolo Machiavelli
von ALEXANDER MITTERER
Produktion des klagenfurter ensemble in Koproduktion mit Theater im ARTist`s Kaendace 2025
Premiere: 12. März 2025 / 20 Uhr
weitere Vorstellungen: 14., 15., 18., 19., 20., 21., 26., 27., 28., 29. März 2025 / 20 Uhr
Spielort: theaterHALLE11, Messeplatz 1 / 11, Klagenfurt
Kartenreservierung: 0463 310 300 / ke@klagenfurterensemble.at
Kartenpreise: 25 Euro (regulär) / 20 Euro (ermäßigt)

© Anna Zora
„Die Vereinigung von listigem Fuchs und gefährlichem Löwen verkörpert in Klagenfurt der in Wien geborene, in Griechenland aufgewachsene Daniel Doujenis mit einer durch Mark und Bein gehenden Zurückhaltung in der Stimme, die etwas Gefährliches hat, etwas, das nur einerseits mit dem Publikum gemeinsame Sache macht, andererseits aber immerzu droht, die Beherrschung zu verlieren.“ Michael Cerha, DER STANDARD
„Ein Kunstgriff mit kulturpolitischer Aktualität, den Blick auf weltweites Erstarken autoritärer Regime, rasanten Umbau der Weltordnung und die zunehmende Bedrohung der Demokratie gerichtet.“ Irina Lino, KRONEN ZEITUNG
„Gelungene Uraufführung: Charismatisch und kalt verursacht Machiavellis „Fürst“ Gänsehaut.“ Karin Waldner-Petutschnig, KLEINE ZEITUNG
Politisch interessiert? Aber enttäuscht und verdrossen?
Dann tauchen Sie mit uns ein in die düstere Welt von Machiavelli!
Machiavellis „Der Fürst“ gehört unbestritten zu den Meisterwerken der Weltliteratur und es lastet ihm immer noch der Nimbus des Bösen an. Machiavelli hat ein staatsphilosophisches Traktat geschrieben, welches ein Abbild der grausamen Realität der Politik zeigt.
Ein Abbild, ein Zerrbild, wie die Welt wirklich ist und ein politischer Machthaber aus Sachzwängen heraus agieren muss und gegen moralische Wertanschauungen zu verstoßen und zu handeln hat. Machiavelli denkt nicht „gut“ von den Menschen und er mahnt damit zur Vorsicht vor dem Umgang mit ihnen:
„Wären alle Menschen gut, so wäre dieser Rat nichts wert . . .“, „Denn die Art, wie man lebt, ist so verschieden von der Art, wie man leben sollte, dass ein Mensch, der in allen Dingen nur das Gute tun will, unter so vielen, die das Schlechte tun, notwendig zugrunde gehen muss.“
Der später geprägte Begriff „Machiavellismus“ wird daher oft als Schimpfwort für ein politisches Verhalten gebraucht, das raffiniert, aber ohne jeglichen Einfluss von Moral und Sittlichkeit die eigene Macht und das eigene Wohl steigern will.
Der Gebrauch von Gewalt ist nach Machiavelli gerechtfertigt, sogar zwingend notwendig, insofern sie dem Aufbau und Erhalt des Gemeinwesens dient. Wenn der Fürst die Wahl hat, von seinem Volk geliebt oder gefürchtet zu werden, so sei die Furcht vorzuziehen, denn sie sei ein verlässlicher Faktor.
Notwendige Grausamkeiten müssen kurz und heftig sein, damit sie bald vergessen werden, aber Wohltaten sollten in kleinen Mengen erfolgen, damit die Erinnerung an sie lange hält.
Wir machen uns auf die Suche nach der Beständigkeit und überzeitlichen Gültigkeit dieser schonungslosen Bestandsaufnahme aus dem Jahre 1532. Ist Machiavellis Analyse heute in unseren Demokratien relevant? Inwiefern spiegeln sich seine Erkenntnisse im Verhalten und in den Entscheidungen heutiger Machthaber?
Ein philosophisch-sinnliches Abenteuer mit unserem persönlichen physisch-geistigen Existieren als Spieleinsatz.
Der Fürst: DANIEL DOUJENIS
Sie: SONJA KREIBICH
Textfassung & Regie: ALEXANDER MITTERER
Bühnenbild & Kostüm: VIBEKE ANDERSEN
Musik: MICHAEL MERKUSCH
Licht- und Tondesign: CLAUDIA LANGE, KONRAD ÜBERBACHER
Regieassistenz: KERSTIN HASLAUER
Produktionsleitung: SUSANNA BUCHACHER




© Günter Jagoutz












