steigt auf
Uraufführung
Text: Kateřina Černá
Regie: Anja M. Wohlfahrt
In Koproduktion mit Theater Kaendace
Premiere: 16. April 2026 – 20h30
weitere Vorstellungen: 18., 22., 23., 24., 25., 29., 30. April & 1., 2. Mai, jeweils 20h30
Spielort: theaterHALLE11, Messeplatz 1 / 11, Klagenfurt
Kartenreservierung: 0463 310 300 / ke@klagenfurterensemble.at
Kartenpreise: 25 Euro (regulär) / 20 Euro (ermäßigt)
„Atalanta ist gestrandet – auf der Sandbank vor Atlantis, in einer Welt, die ins Wanken gerät. Die einstige Argonautin steht allein da, mit einem beschädigten Schiff und einem Kind, während Atlas, der die Welt tragen sollte, verschwunden ist. Die Last wird größer, das Wasser steigt.
In dieser mythisch-gegenwärtigen Szenerie begegnet Atalanta erneut Medea. Doch Medea widerspricht dem männlichen Mythos: Keine Mutter tötet ihr Kind aus Rache. Die Geschichten vieler Frauen – überfordert, isoliert, verzweifelt – treten hervor und erzählen von struktureller Gewalt, gesellschaftlichem Versagen und fehlender Unterstützung.
Gemeinsam mit Figuren wie Ada, Axis und den Geistern der Vergangenheit entfaltet sich eine Reise durch Wirbel, Meeresgründe und seelische Abgründe. Atlantis mag sinken – doch die Frauen erzählen weiter.“
Alexander Mitterer, Dramaturgie
THEMA: WENN MÜTTER IHRE KINDER TÖTEN
Mit diesem Thema führen Autorin Kateřina Černá und Regisseurin Anja M. Wohlfahrt ihre feministische Arbeit fort, über vermeintliche „Frauenthemen“, die am Ende uns alle angehen. Diesmal ist das Thema der Mord am eigenen Kind, sowie in vielen Fällen auch der nachfolgende Suizid – der erweiterte Suizid also.
Theater am Lend Co-Leiterin Anja M. Wohlfahrt wird versuchen zu ergründen, welchen Anteil die Gesellschaft am Werdegang dieser Mütter hat und welche Rolle die Justiz spielen könnte, damit eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft gelingt. Ihr Ausgangspunkt ist eine arte-Dokumentation zum Thema, sowie weitere Unterlagen und Filme dazu.
Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, desto mehr entdeckt man die Geschichten liebender Mütter, die nichts von kaltblütig mordenden Ungeheuern haben, sondern meist durch häusliche und sexuelle Gewalt in eine ausweglose Lage gerieten und daran verzweifelten. Die Gesellschaft nennt sie dann „Monster“, um eine Einordnung zu finden und ihnen klar die Rolle des Bösen zuzuschreiben.
Ohne das tragische Schicksal der Kinder zu vergessen, analysieren wir in diesem Stück die systembedingten Ursachen von Kindstötungen aus einem lang vernachlässigten Blickwinkel: dem der Gewalt gegen Frauen. Eine profunde Auseinandersetzung mit diesem Aspekt ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Vermeidung solcher Taten.
Gemeinsam mit der Grazer Autorin Kateřina Černá wird Wohlfahrt eine Inszenierung auf die Bühne bringen, in der sie mit zwei Schauspielerinnen (Sonja Kreibich, Sissi Noé) und einem Musiker (Grilli Pollheimer) arbeiten wird. Die Recherchen und erste Schreibversuche laufen bereits seit Beginn 2025.
Mit:
Sonja Kreibich, Sissi Noé
Regie: Anja M. Wohlfahrt
Musik: Grilli Pollheimer
Bühne & Kostüm: Kathrin Eingang
Licht- und Tondesign: Lorenz Meiler, Konrad Überbacher
Regieassistenz: Kerstin Haslauer
Dramaturgie: Alexander Mitterer
Fotos: Günter Jagoutz
Produktionsleitung: Susanna Buchacher




















