Eigenproduktion

OWE DEN BOCH

Schauspiel von Antonio Fian

Regie: Rüdiger Hentzschel

Musik: Primus Sitter

mit Michael Kristof-Kranzelbinder, Markus Schöttl, Nadine Zeintl

Uraufführung

Premiere: 7. Juni 2017
weiters: 9., 10., 14., 15., 16., 17., 21., 23. und 24. Juni 2017
jeweils 20.00 Uhr

Nach der erfolgreichen Inszenierung von Stille im Dramolettenwald durch Peter Wagner im Mai 2014 am klagenfurter ensemble, dachte Antonio Fian zwei seiner Dramolett-Protagonisten weiter. Mit owe den boch ist dem in Kärnten aufgewachsenen Autor ein Psychogramm zweier „verlassener Kinder“ gelungen, das sowohl dumpf als auch zart ist und mit seiner verknappten Sprache die Sprachlosigkeit seiner Charaktere offenlegt.
Zugleich ist owe den boch ein Requiem auf ein Land und seine Leute, das von einer scheinbar typischen Kärntner Melancholie erzählt, die in Wahrheit nichts anderes als ein permanentes Lavieren am Rande ist, quasi ein „Kärntner-Borderline-Syndrom“.… weiterlesen ...

Nietzsche oder Das deutsche Elend

von Alexander Widner

Regie: Alexander Mitterer

Premiere: 5. Mai 2017 – AUSVERKAUFT
weiters: 6., 8., 9., 16., 17., 18., 19., 20. Mai 2017
jeweils 20.00 Uhr

Mit: Klaudia Reichenbacher, Margot Ganser Skofic, Nadine Zeintl, Rüdiger Hentzschel, Gerhard Lehner

Über das Glück in der Philosophie
oder
„Ein gesunder Bettler ist glücklicher als ein kranker König“*
oder
Zur Sentenzenscheißerei im „Nietzsche“ des Alexander Widner

 

Nietzsche Szenenfoto
Rüdiger Hentzschel

„Wer wird denn überhaupt so einen Schas spielen“, hat sich Alexander Widner dereinst gefragt. Wie sich später heraus stellte, immerhin das Schauspielhaus Wien, das Schlossparktheater Berlin oder das Trust Theater Amsterdam, alle zusammen scheinen den Text allerdings viel ernster genommen zu haben als Widner selbst, denn ausgerechnet die Vorstellung in Amsterdam, wo der Autor kein Wort verstanden hat, hat ihm am besten gefallen, was an der holländischen Sprache gelegen haben mag, dort heißt der Leiter eines Theaters ja auch „Theater Leider“ und überhaupt klingt die holländische Sprache für uns und also für Widner lustig, während die deutschsprachigen Aufführungen den Berichten zufolge vor lauter Sinnsuche sehr humorbefreit über die Bühne gingen, womit wir bei Widners hinterfotziger literarischer Subversivität sind:

„Alle Menschen wollen glücklich sein“

 

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