Sisyphos’ Stein

2., 3. Dezember 2016  20.00

Tanzperformance von und mit Thales Weilinger und Marko Arich

„Man muss sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen”, sagte der französische Philosoph Albert Camus.

Sisyphos wird, neben Tantalos und Tityos, in der griechischen Mythologie als einer der drei großen Sünder behandelt. Verdammt auf alle Ewigkeiten, einen riesigen Stein zu rollen.
Heute steht der Name für jegliche, nicht enden wollende Arbeit, für alles Mühsame und scheinbar Sinnlose.
Doch was ist, wenn Sisyphos’ Handeln nicht als Strafe der Götter, sondern als Resultat einer selbstbestimmten Entscheidung gesehen wird. In dem Moment, wo die auferlegte Strafe zur eigenen Aufgabe wird, haben die Götter ihre Macht verloren.

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In seiner Tanzperformance „Sisyphos’ Stein” geht Thales Weilinger der Frage nach, ob Menschen selbst entscheiden können, ihre Herausforderungen als unendliche Qual oder als nie versiegenden Quell der Lust zu begreifen.
Mit einfachen Mitteln – einem Stein, einem Teppich, einer ausrinnenden Sanduhr, archaisch anmutendem Sound (Gitarre: Markus Arich) und konzentrierter Beleuchtung (Konrad Überbacher) – lässt der Tänzer seinen Zuseher_innen Raum und Zeit, eigene Gefühle und Antworten auf ein ewig aktuelles Thema der Mythologie zu finden.

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Franz from Austria

6. Dezember 2016  20.00

FRANZ FROM AUSTRIA ist ein Multimediaprojekt des Malers und Musikers Gernot Fischer-Kondratovitch

FRANZ FROM AUSTRIA_06_Pressefoto_by_Lena Marinova_2013_web

Mit seinem Song “Peter Pan” landete er bereits 2010 unter dem Bandnamen Emilio Sandmann Online Orchestra in der Rotation von FM4. Gäste auf der CD “Xot Musik” waren u.a. Harri Stojka, Makki u.v.a. Als Franz From Austria bestreitet er nun die Konzerte meist Solo als One-man-band mit Beat-box, Bassdrums, Hihat, Akkordeon, Git, Ukulele. Gernot Fischer-K. tourte mit seiner Musik durch Österreich, Russland, Kuba, Sizilien, Tschechien, Slowenien, England und Deutschland. Die Texte sind auf Englisch mit russischem Akzent, Spanisch, Französisch, Italienisch und Deutsch mit österreichischem Akzent. Zuletzt war Franz from Austria auf den Werbeplakaten von Adeg zu sehen.

Im theaterHALLE 11 präsentiert der Künstler seine neue CD

www.franzfromaustria.at

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ex : cerpt I vol. 3

9., 10. Dezember 2016 20.00

by Andrea K. Schlehwein + NETZWERK AKS

Inszenierung . Raum . Visuals . Text . Sound . Licht :
Andrea K. Schlehwein

Tanz + Kreation :
Unita Gay Galiluyo
Dong Uk Kim
Maria Mavridou
Aureliusz Rys

PR1_aks_ex cerpt vol 3_by ninahader_web.com
Foto: Nina Hader

ex : cerpt I vol 1 thematisierte das fraglose Miteinander von Individuum und Gruppe, vol 2 zeigte dessen Scheitern und endete mit dem Wort: UTOPIA – von den Tänzern als Botschaft auf dem Bühnenboden zurückgelassen.

An dieser Nahtstelle setzt vol. 3 an – dort, wo ein Aufbegehren bereits stattgefunden hat, wo der Wunsch nach gesellschaftlichem Miteinander im sozialen Gefüge noch kurz aufflackert aber Dialog kaum mehr ein Anliegen ist. Der Mensch ist eine Gestalt, allein im Nebel, zurück geworfen auf sich selbst.

AKS arbeitet mit ihrem NETZWERK AKS an einem atmosphärisch dichten Gebilde, das einerseits den individuellen Körper als Landschaft betrachtet und gleichzeitig das Gesamtgeschehen aller Körper im Bühnenraum als synthetische, aber atmende Körper-Raum-Landschaft in einem in sich geschlossenen System begreift.

Tanz und Text, Musik und Abbildung virtueller Welten bilden eine Denkschleife an der Bruchstelle von Installation, Tanz und Performance.

ex : cerpt I vol. 3 ist ein Abbild innerer Welt, ein Fragment in szenischer Reduktion, ohne aufklärerisches Ziel oder moralische Message.

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Aus

Ein Stück für Peter Raab

von Alois Hotschnig

Uraufführung: 15. November 2016  20.00

weitere Termine: 25. und 26. November, 16. und 17. Dezember 2016  20.00

Peter Raab, selbst schon ein alter Mann, arbeitet sich in seiner Rolle als Sohn eines mit archaischen männlichen Selbstbildern behafteten Vaters in eine Sprache hinein, die ihn genauso in schmerzhafte Gewissheiten zwingt wie ohnmächtig vor sich hertreibt. Gerhard Lehner funktioniert die Bassklarinette zur Erzählung eines kaum bewertbaren, psychischen Untergrunds um. Und Peter Wagner inszeniert in der bewusst karg gehaltenen Bühne.

Spiel: Peter Raab
Musik: Gerhard Lehner
Inszenierung: Peter Wagner

Kritik Aus  Kleine Zeitung17. 11

Trailer

Aus_Presse 4_Peter Wagner

zu Peter Wagner

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Light vs. darkness – Oliver Welter Solo (plus Gäste)

28. Dezember 2016  20.00

Eintritt: 18,-/15,-

Nach drei Jahren des Fernbleibens, gibt Oliver Welter of Naked Lunch-Fame wieder eines seiner traditionellen Solo-Weihnachtskonzerte. Im Gepäck hat er, wie immer, Naked Lunch Material, Lieder aus Filmen und Theaterinszenierungen, Coverversionen sowie etliche neue, noch nie live gespielte Songs.

Foto: Johannes Puch

Foto: Johannes Puch

Ein Mann, eine Stimme, eine Gitarre und der ständige Kampf zwischen dem Licht und der Dunkelheit.

Auf dass 2017 nicht allzu dunkel wird.

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kruh in svoboda

29. November 2016  20.00

Brot und Freiheit
Kruh in svoboda

Lyrik und Musik vom Tod und für das Leben

Dietmar Pickl (rec)
Praprotnice (voc, acc)

Eintritt: 10,-/5,-

Der Lyrikabend mit Musik gedenkt des Endes des 2.Weltkriegs und der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai 1945, ferner der Tatsache, dass auch danach immer wieder Menschen wegen ihrer politischen Haltung in autoritären Systemen gefangen, gedemütigt und getötet wurden und werden.
Die ausgewählten Gedichte sind zum einen von Gefangenen in NS-Lagern und in Zwangslagern des italienischen Faschismus geschrieben worden – demnach von Menschen, die eigentlich nicht Schriftstellerinnen und Schriftsteller waren. Sie berühren und erschüttern durch ihre Nähe zum Grauen in den Lagern, sind geprägt von Überlebenswillen, Widerstand und Freiheitshoffnung, aber auch von Trostlosigkeit und Todesnähe.

Praprotnice_Pickl

Zum anderen stammen die Gedichte von Dichtern, die selbst Opfer der Gewaltsysteme waren (der griechische Dichter Jannis Ritsos während der Militärjunta) oder die trotz des Adorno’schen Verdikts Gedichte nach und über Auschwitz schrieben (Matej Bor, Odysseas Elytis, Erich Fried, Michael Guttenbrunner, Ernst Jandl, Andrej Kokot, Lojze Krakar, Primo Levi, Janko Messner, Dante Strona).

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