Eigenproduktion: Belle Époque von Alexander Widner

Belle Époque von Alexander Widner
Eine Eigenproduktion des klagenfurter ensembles

Regie und Bühne Alexander Mitterer

Mit Nadine Zeintl, Klaudia Reichenbacher, Gernot Piff, Josef Maria Krasanovsky, Gerhard Lehner und Rüdiger Hentzschel

Premiere: 13.Mai 2020 um 20 Uhr

Weitere Aufführungstermine: 15., 16., 20., 21., 22., 23., 27., 28., 29. und 30. Mai 2020 um jeweils 20 Uhr

Ticketreservierung unter 0463 310 300 oder theater@klagenfurterensemble.at

Regieassistenz Kerstin Haslauer
Kostüm Klaudia Reichenbacher
Requisite & Programmheft Susanna Buchacher
Produktionsleitung Dr. Melanie Markovic

Ton Konrad Überbacher
Licht Bernd Zadow
Bühnenbau Siegfried Unterweger
Büro & Ticketing Franz Doliner

 

 

Belle Époque.

Eine zutiefst menschliche Farce für Volk und Sabberland in sieben Szenen

 Sie dürfen die gedruckte Scheiße nicht dermaßen überschätzen!“

                                                                               Joseph Roth an Stefan Zweig

Belle Époque ist eine Reise.

Eine abgrundtief komische Widnersche Reise an die Grenzen des Denkens und Denkbaren. Garniert mit viel Musik und Walzerseligkeit bereisen wir die österreichischen Seelenlandschaften vorbei an Größenwahn und Minderwertigkeit. Und immer wenns dem Österreicher richtig gemütlich wird in seinem Herrenrasse – Empfinden, türmt sich wieder vor dem Heldenplatz ein  trojanisches Pferd (oder ist es eine Sau?) auf.

Belle Époque ist eine Reise.

Eine Reise, die schlussendlich im Kosmos endet.
Aber auch dort in den endlosen Weiten des Alls wird ein Ruf laut, den jeder gelernte Österreicher in seiner angeborenen Behäbigkeit geflissentlich und höflich überhört:
Revolution!!!

Belle Époque ist eine Reise.

Eine sprachphilosophische Reise zum universellen Nichts, da der Mensch sich nur an vordergründigen Erkenntnissen und Bekenntnissen abarbeitet.
Belle Époque ist eine arrogante Widnersche Zustandsschilderung der ewigen Epoche der Menschheit, die niemals wirkliche Moral, Tugend und Sinn kennen wird.

Belle Époque ist eine Reise.

Auf dieser Reise beginnt alles mit dem Missverständnis an sich. Der Mensch beruft sich auf sein Recht, missverstanden zu werden. Belle Époque ist eine Metapher für die Nacktheit des Menschen angesichts des Universums. Ein Sprachspiel mit sprachphilosophischen Anklängen.

Reisen Sie mit!

 

Alexander Widner

Über den Autor Alexander Widner:
Alexander Widner wuchs in Kärnten und Niederösterreich auf und begann erst spät zu schreiben („Da ist nichts zu schreiben, wenn man nicht genug gelebt hat.“). Seine Erfahrungen bei einem mehrjährigen Aufenthalt in Kalifornien verarbeitete er in Es war in Amerika. Ein lange geführtes Tagebuch lieferte die Grundlage für Gegen Tagesende. Stark wie ein Nagel zeichnet ein Frauenleben über einen Zeitraum von dreißig Jahren auf.
Widners Interesse konzentriert sich in seinen jüngsten Arbeiten auf die Momentaufnahme, das Herausnehmen des Einzelteils aus dem Ganzen, das Sichtbarmachen von Details, wofür ihm die Form der Aufzeichnung am angemessensten scheint. Am Abgrund der Bücher und NY 11235 sind Sammlungen solcher Aufzeichnungen.
Widner lebt heute in Klagenfurt, wo er viele Jahre in der Kulturabteilung der Stadt arbeitete, und in New York als freier Schriftsteller.

 

Alexander Mitterer
Foto © Robert Fritz

Über den Regisseur Alexander Mitterer:
geboren 1968 in Bruneck/Südtirol, absolvierte sein Schauspielstudium 1993 am Konservatorium der Stadt Wien. Engagements u.a. an der Gessnerallee Zürich, Bühnen Graz, Stadttheater Klagenfurt, Künstlerhaus Wien, neuebuehne Villach sowie bei renommierten Festivals wie Steirischer Herbst, Styriarte, Volksschauspiele Telfs. 2005 Gründung von Theater Kaendace gemeinsam mit Klaudia Reichenbacher. Zahlreiche Engagements in Film-, Funk- und Fernsehproduktionen. Ist einem breiteren Publikum mit seiner Darstellung des Kommissars Pfurtscheller in der ORF-Tatort-Reihe bekannt. Regiearbeiten u.a. bisher für das klagenfurter ensemble, Theaterzentrum Deutschlandsberg und Theater Kaendace. Zuletzt führte Alexander Mitterer am ke Regie bei Nietzsche oder das Deutsche Elend (Alexander Widner) und war als Franz Fuchs in Der Patriot (Felix Mitterer) zu sehen.