All das Schöne

von Duncan Macmillan mit Jonny Donahoe
Deutsch von Corinna Brocher
Österreichische Erstaufführung, Eigenproduktion Theater Drachengasse

1. März 2019
20.00 Uhr

THEATER DRACHENGASSE: 22., 23., 25. Oktober und 6. – 24. November 2018: All das Schöne von Duncan Macmillan mit Jonny Donahoe. Österreichische Erstaufführung, Eigenproduktion Theater Drachengasse. Regie: Esther Muschol. Bühne, Kostüme: Ágnes Hamvas. Musik: Andreas Dauböck, Rupert Derschmidt. Es spielt: Michaela Bilgeri. Urhebernennung: Foto: © Andreas Friess / picturedesk. Veröffentlichung für Presseankündigung honorarfrei bis 31.12.2018. Andere Verwendung honorarpflichtig und nur nach schriftlicher Genehmigung von: APA-PictureDesk, Laimgrubengasse 10, 1060 Wien, Tel. +43/1/360 60-5959, Fax. +43/1/360 60-92 5959, office@picturedesk.com, www.picturedesk.com.
© Andreas Friess / picturedesk

Regie Esther Muschol
Bühne, Kostüme
Ágnes Hamvas
Musik Andreas Dauböck, Rupert Derschmidt

Regieassistenz Carmen Jelovcan
Es spielt Michaela Bilgeri

Rechte bei Rowohlt Theater Verlag Reinbek/Hamburg

Gastspiel am klagenfurter ensemble

THEATER DRACHENGASSE: 22., 23., 25. Oktober und 6. – 24. November 2018: All das Schöne von Duncan Macmillan mit Jonny Donahoe. Österreichische Erstaufführung, Eigenproduktion Theater Drachengasse. Regie: Esther Muschol. Bühne, Kostüme: Ágnes Hamvas. Musik: Andreas Dauböck, Rupert Derschmidt. Es spielt: Michaela Bilgeri. Urhebernennung: Foto: © Andreas Friess / picturedesk. Veröffentlichung für Presseankündigung honorarfrei bis 31.12.2018. Andere Verwendung honorarpflichtig und nur nach schriftlicher Genehmigung von: APA-PictureDesk, Laimgrubengasse 10, 1060 Wien, Tel. +43/1/360 60-5959, Fax. +43/1/360 60-92 5959, office@picturedesk.com, www.picturedesk.com.
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All das Schöne

Tu’s nicht. Halte durch. Es wird wieder anders. Wer weiß, was dich im Leben noch erwartet.

Schokolade. Wasserschlachten. Achterbahnen. Drei von unzähligen Dingen, die eine Siebenjährige nach dem Selbstmordversuch ihrer Mutter auflistet, um sie an die Schönheit des Lebens zu erinnern. Mit jedem Wort auf der Liste wächst auch der Lebensmut der Siebenjährigen, den sie zehn Jahre später erneut braucht. Auch wenn die Mutter wieder gerettet wird diesmal von einer Pizza Hawaii.

Inzwischen ein Teenager, landen auf ihrer Liste Begriffe wie Nacktbaden, zuhörende Friseure und Hängematten, bis sie im Erwachsenenalter bei einer Million endet. Eine Million, die sie davon überzeugen soll, dass es unendlich viele Gründe gibt weiter zu leben.

Duncan Macmillan

Der Brite Duncan Macmillan, geboren 1980, ist Autor und Regisseur. Er war Writer-in-Residence bei Paines Plough sowie Hausautor am Royal Exchange Theatre, Manchester. Für Atmen gewann er 2013 bei den Off West End Awards den Preis für das beste neue Stück. Seine zusammen mit Katie Mitchell und Lyndsey Turner erarbeitete Bühnenfassung von Friederike Mayröckers Reise durch die Nacht wurde 2013 mit dem Nestroy als beste deutschsprachige Inszenierung ausgezeichnet und war im selben Jahr zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Zusammen mit Katie Mitchell adaptierte er Peter Handkes Roman Wunschloses Unglück für das Burgtheater Wien und erarbeitete gemeinsam mit ihr die Projekte The Forbidden Zone sowie die Lecture Performance 2071. Atmen war 2016 im Theater Drachengasse in einer Inszenierung von Christine Wipplinger zu sehen.

THEATER DRACHENGASSE: 22., 23., 25. Oktober und 6. – 24. November 2018: All das Schöne von Duncan Macmillan mit Jonny Donahoe. Österreichische Erstaufführung, Eigenproduktion Theater Drachengasse. Regie: Esther Muschol. Bühne, Kostüme: Ágnes Hamvas. Musik: Andreas Dauböck, Rupert Derschmidt. Es spielt: Michaela Bilgeri. Urhebernennung: Foto: © Andreas Friess / picturedesk. Veröffentlichung für Presseankündigung honorarfrei bis 31.12.2018. Andere Verwendung honorarpflichtig und nur nach schriftlicher Genehmigung von: APA-PictureDesk, Laimgrubengasse 10, 1060 Wien, Tel. +43/1/360 60-5959, Fax. +43/1/360 60-92 5959, office@picturedesk.com, www.picturedesk.com.
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Die Regisseurin Esther Muschol über All das Schöne

Was hat dich beim ersten Lesen für den Text eingenommen?

Das Stück hat mich sofort erwischt. Es ist so direkt erzählt, und das Spiel mit dem Publikum hat schon beim Lesen so großen Spaß gemacht, dass ich es am liebsten gleich und in unterschiedlichen Varianten auf der Bühne sehen wollte. Ein perfektes Stück für die Drachengasse, ganz nah und unmittelbar. Und gleichzeitig diese riesige Dimension. Da schreibt ein Kind eine Liste mit allen Dingen, die es am Leben liebt, um seiner Mutter neuen Lebensmut zu schenken. Und aus dieser Idee entsteht eine einzigartige Dokumentation eines ganzen Lebens.

Warum hast du dich für eine Protagonistin entschieden?

Ich glaube, ich wollte einfach näher an meiner eigenen Perspektive sein. Das Stück wurde ja von Männern entwickelt, der Autor lässt es aber offen, ob es von einer Frau oder einem Mann gespielt wird. Und mit Michaela Bilgeri habe ich eine Schauspielerin gefunden, mit der ich dieses spezielle Stück Theater wirklich gerne neu erfinden wollte. In der Arbeit am Text haben wir gemerkt, dass tatsächlich ein paar Adaptionen notwendig sind, um eine glaubwürdige weibliche Biographie zu erzählen. Aber durch dieses intensive Befragen der Geschichte hat sich von Anfang an ein sehr persönlicher Zugang entwickelt.

Welche Rolle spielt für dich die Musik im Stück und in deiner Inszenierung?

Musik ist lebensnotwendig für dieses Stück. Man braucht sie, um die Leichtigkeit und die Traurigkeit zu erzählen. Und man braucht sie, um die Höhen und Tiefen auszuhalten. Das ist schon im Originaltext so angelegt. Für unsere Fassung haben wir musikalisch neu recherchiert und arbeiten zusätzlich mit Livemusik, um im Zusammenspiel von Erzählung und Musik noch mehr Möglichkeiten zu haben. Die Musik spielt also auch szenisch eine immense Rolle, und Andreas Dauböck und Rupert Derschmidt erfinden, adaptieren und improvisieren auf den Proben, was das Zeug hält.

Welcher inhaltliche Aspekt ist dir besonders wichtig?

Die Möglichkeit, aus der Sprachlosigkeit auszubrechen. Damit meine ich nicht nur die Abwesenheit von Worten, sondern vor allem die seelische Sprachlosigkeit. In dieser Geschichte ist die Liste eine Antwort auf diese Schweigsamkeit, sie steht fast symbolisch für den emotionalen Dialog mit den Eltern, der in der Realität nicht stattfindet. Und dieser Dialog verändert sich mit dem Älterwerden. Die Liste beginnt als kindliches Geschenk, wird zur pubertären Kampfansage, begleitet die eigene Beziehung und wird zum Rettungsanker in der eigenen Krise. Nicht nur unser Blick auf die Welt verändert unser Leben, sondern vor allem, wie wir diesen Blick miteinander teilen.

© Esther Muschol

Das Team

Esther MuscholRegie

Esther Muschol wurde in München geboren und studierte Regie am Max Reinhardt Seminar in Wien. Es folgte ein Engagement als Regieassistentin am Wiener Burgtheater, wo sie u. a. mit Andrea Breth, Christiane Pohle und Stephan Rottkamp zusammenarbeitete sowie für zahlreiche Abende der Reihe Spieltriebe im Kasino am Schwarzenbergplatz verantwortlich zeichnete. Seit 2005 arbeitet Esther Muschol als freie Regisseurin in Deutschland und Österreich, unter an-derem am TAG Wien, Schauspielhaus Salzburg, Theater Phönix Linz, Burgtheater, Volkstheater Wien, an den Städtischen Bühnen Graz, am Landestheater Niederösterreich, Theater Erlangen, Landestheater Detmold und Neuköllner Oper Berlin. Am Theater Drachengasse inszenierte sie in der Spielzeit 2017/18 die Österreichische Erstaufführung von Grooming von Paco Bezerra.

Ágnes Hamvas – Bühne, Kostüm

Geboren und aufgewachsen in Jugoslawien als Teil der ungarischen Minderheit. Seit 2004 freischaffende Ausstatterin und Künstlerin. Zusammenarbeit unter anderem mit den Regisseur*innen Matthias von Stegmann, Houchang Allahyari, Esther Muschol, Anne Simon, Jean Michel Bruyère, Boris C. Motzki, Peter Kern, Gernot Plass, Sylvia Armbruster, Margit Mezgolich. Gruppen- und Einzelausstellungen in renommierten Galerien in Österreich, Ungarn, Kanada, Slowenien, Rumänien. Ágnes Hamvas lebt und arbeitet in Wien.

Andreas Dauböck – Musik

Geboren in Linz, lebt seit 2001 in Wien. Komponist und Live Musiker für die aktionstheater ensemble-Produktionen Werktagsrevolution (2013), Angry Young Men (2014), Kein Stück über Syrien (Nestroypreis 2016), Jeder gegen Jeden (2016), Swing (2017). Am WERK X musikalische Leitung und Live Musik für Ali M. Abdullahs Inszenierung von Macht und Rebel (Nestroypreis Nominierung 2017). Seit 2004 in verschiedenen Bands und Projekten tätig wie Ash My Love (Amadeus Award Nominierung 2015), Krooked Tooth, Panda Pirate, Morbidelli Brothers, Andriano De Daucocco, Sheriff Melone & Sir Tralala und Dun Field Three. Nebenbei unterwegs als DJ Andriano De Daucocco auf den Spuren von Soul/Blues/Gospel/Funk/Jazz/New Orleans.

www.thevinylheartclubrecords.com

Rupert Derschmidt – Musik

Absolvierte 1991 eine Ausbildung zum Tontechniker an der SAE Wien. Arbeitete von Februar 1992 bis Oktober 1993 als Tontechniker im Wiener Burgtheater und seit Oktober 1993 im Akademietheater. Lernte in seiner Jugend etliche Jahre Geige, Kontrabass und Gitarre. In den darauffolgenden Jahren kamen noch E-Bass, Steelguitar und Singende Säge dazu. Seit 2006 gemeinsam mit B. Fleischmann und W. Jordan in der Band Your Gorgeous Self in der er E-Bass, Singende Säge und Steelguitar spielt. Theatermusik u. a. für Macbeth von William Shakespeare (Regie: Calixto Bieito/Salzburger Festspiele), Gilgamesh in der Bearbeitung von Raoul Schrott gemeinsam mit D. Bruckmayr und A. Nefzger (Regie: T. Boermans /Akademietheater), Schutt von Dennis Kelly und Effi Briest (Regie: Sandra Schüddekopf/Burgtheater), Musik und DJ für die Produktion Sauerstoff von Iwan Wyrypajew (Regie: Sandra Schüddekopf), Zwischenfälle von Daniel Charms (Regie: Andrea Breth/Akademietheater), Curie_Meitner_Lamarr_unteilbar und Alltag und Ekstase von Rebekka Kricheldorf (Regie: Sandra Schüddekopf/Theater Drachen-gasse), Grooming von Paco Bezerra (Regie: Esther Muschol/Theater Drachengasse).