Wie man Wünsche beim Schwanz packt

URAUFFÜHRUNG

Musikalische Performance von Dieter Kaufmann nach Pablo Picassos gleichnamigem Drama in der Übersetzung von Paul Celan für Sprech- und Singstimmen, Flöte, Violoncello, Cembalo, Klavier, Akkordeon und Schlagwerk Op.177/2018.

PREMIERE: 24. April 2019

Weitere Spieltermine: 25. April
1., 2., 5. und 6. Mai 2019

Musikalische Leitung Kung Sang Lee
Videos Ulrich Kaufmann
Licht Bernd Zadow
Kostüme Markus Kuscher

BESETZUNG:

Der Plumpfuß (Bass & Sprechstimme) Dietmar Pickl
Die Zwiebel (Sprech- & Singstimme) Gunda König
Die Torte (Sopran & Sprechstimme) El.Sykora
Perkussiver Tanz Elisabeth Hasicka
Die Kusine (Mezzosopran) Gerhard Lehner
Das Klümpchen (Bariton & Sprechstimme) Michael Novak
Die fette Angst (Mezzosopran) Waltraud Russegger
Die magere Angst (Sopran) Christa Mäurer

ORCHESTER:

Flöten Irina Kostner
Violoncello Miramis Mattitsch
Cembalo Sonja Leipold
Akkordeon Christoph Hofer
Schlagwerk Igor Gross
Klavier Kun Sang Lee

INHALT:

Wenn nicht anders angegeben, sind im ganzen Stück Tempi und Lautstärken dem jeweiligen Ausdruck des Gesagten/Gesungenen unterzuordnen. Die Instrumente haben durchwegs begleitende oder unterstützende Funktionen und sollten keinesfalls die Stimmen übertönen und die Verständlichkeit der Texte gefährden.

„Wie man Wünsche beim Schwanz packt“ ist Picassos einziges Drama, das 1941 während der deutschen Besatzung entstand, 1944 uraufgeführt wurde und erstmals 1954 bei Arche in der Übersetzung von Paul Celan erschien.

„Schwerverständlichkeit schließt Übersetzbarkeit nicht aus – allerdings liegen „Finnegans Wake“ und Gertrude Steins „The Making of Americans“ der Zunft wie Steine im Magen, und es bedurfte eines Meisters wie Paul Celan, das im Fall Picassos zu beweisen („Wie man Wünsche beim Schwanz packt“). So absurd-burlesk das Ergebnis, so klar ist Picassos Methode (eine klassisch surrealistische Konstellation, es verwundert also nicht, dass André Breton den Dichter Picasso entdeckte). In einer Endloskette reiht er blumige Nomina aneinander, die durch (im Deutschen so nicht nachzubildende) Partizipien und Relativpronomen verbunden sind, kommt vom Hundertsten ins Tausendste, am „Ende“ hat man längst vergessen, womit er ‚anfing‘.“ (Ralf Schiebler In: Getrüffelte Geschützrohre, Die poetischen Schriften Pablo Picassos 1990.)