Streunende Wölfe present „Der Bau von Franz Kafka“

FRANZ KAFKA

DER BAU

Ein SCHAUSPIEL mit MUSIK

13., 14. & 15. Februar
jeweils 20.00 uhr

Aufgeführt von dem Künstlerkollektiv „STREUNENDE WÖLFE“

Foto @ Herbert Tarmann und Grafik © Robert Größinger

Die 1923 bis 1924 entstandene und im Prosa geschriebene Parabel soll in dieser Fassung ein intensives emotionales Seh-und Hörerlebnis für den ZuseherIn und HörerIn schaffen.

Wir haben Kafkas unvollendetes Monologstück in kleinere Fragmente zerlegt um eine geballte Ladung zu schaffen die kurzweilig und intensiv erscheinen mag aber noch lange nachklingen wird.

Es ist ein Konglomerat aus Schauspiel, analoger zeitgenössischer Musik, aus Lauten und Tönen aber auch Gesungenem. Somit ist es uns durchaus gelungen zeitweilig dem kafkaesken zu entkommen…oder vielleicht doch nicht? Sehen und hören Sie selbst!

Wir freuen uns auf jeden gleichermaßen riesig!

Die Erzählung Der Bau handelt von einem Tier, das allein in einem weitläufigen Bau unter der Erde lebt und sich vor jedweden Gefahren, die von der Außenwelt zu drohen scheinen, schützen will. Zu diesem Zweck hat es vielerlei Vorsichtsmaßnahmen im Bau-Plan angelegt, verschiedene Kontrollrituale sollen ihr Übriges tun, das überhöhte Bedürfnis des Tieres nach Sicherheit und Ruhe zu befriedigen. Doch all dies ist vergebens, wenngleich in der ganzen Erzählung keine realen Feinde ins Geschehen eintreten. Das Tier hat kein Vertrauen in seine Maßnahmen, wittert hinter jeder kleinsten Unregelmäßigkeit des Alltags einen potentiellen Angriff und spielt auch in Gedanken alle (un-)möglichen Gefährdungen durch. Als es schließlich ein Geräusch vernimmt, dessen Herkunft es sich nicht erklären kann und in der Tier-Logik alles auf einen übermächtigen Gegner hindeutet, verfällt es zuerst in blinden Aktionismus gepaart mit Panik und Angst und letztlich in Lethargie, unfähig zu jeder (vernünftigen) Handlung.

Aus: Marion Klanke „Das Risiko des Lebens – Angst in Franz Kafkas Der Bau“

Streunende_Wölfe_Logo_©David Mase

Auszüge „Der Bau“:

„Ich habe den Bau eingerichtet und er scheint wohlgelungen.“

„Das weiß ich wohl und mein Leben hat selbst jetzt auf seinem Höhepunkt kaum eine völlig ruhige Stunde, dort an jener Stelle im dunklen Moos bin ich sterblich und in meinen Träumen schnuppert dort oft eine lüsterne Schnauze unaufhörlich herum.“

„Das schönste an meinem Bau ist aber seine Stille.“

„Die Gefahr ist keine eingebildete, sondern eine sehr wirkliche.“

„Es deutet auf unruhigen Sinn, auf unsichere Selbsteinschätzung, auf unsaubere Gelüste, schlechte Eigenschaften, die noch viel schlechter werden angesichts des Baues, der doch dasteht und Frieden einzugießen vermag, wenn man sich ihm nur völlig öffnet.“

„Ich habe wohl sehr lange geschlafen. Erst aus dem letzten von selbst sich auflösenden Schlaf werde ich geweckt, der Schlaf muß nun schon sehr leicht sein, denn ein an sich kaum hörbares Zischen weckt mich…“

Streunende Wölfe:

Schauspiel/Gesang/Konzept/Regie/Textfassung/Organisation Michael Kuglitsch

Flöten/Gesang Sieglinde Größinger

Violoncello/Gesang Jana Thomaschütz

Komposition/Violine/Mandoline/Elektronik/Gesang/E-Bass Manfred Plessl

www.sieglindegroessinger.at

www.manfredplessl.at

www.michaelkuglitsch.com

Foto Herbert Tarmann

Grafik Robert Größinger


“Streunende Wölfe“ versteht sich als eine Art “Fahrendes Volk“ das sich zusammengeschlossen hat um Kunst in all seinen Facetten auszuleben und in letzter Instanz vor Publikum darzubieten. Sie kombinieren Sprechtheater mit Musik und lassen dabei Sprache, Instrumente, Sounds und Gesang zu einem Ganzen verschmelzen. Eine Symbiose bei der Gesprochenes die emotionalen Ebenen der Musik verstärkt und umgekehrt. Sie wollen für ihr Publikum eine Welt erschaffen in der die reine Essenz der Emotionalität möglich ist, ein 100% iges Einlassen auf die Macht der Kunst!

Ein wichtiges und potenzielles Ziel der “Streunenden Wölfe“ wird es sein, an den unterschiedlichsten Spielstätten, die sich nicht nur auf Theaterräume in Klagenfurt beschränken, professionelle Schauspieler und Musiker oder andere Formen der Kunst aus den “möglichsten und unmöglichsten“ Spielorten, kurzfristig mit einzubauen!
Man könnte dann fast “Jazz-Theater“ dazu sagen.
Sie können die “Streunenden Wölfe“ auch buchen – sich informieren – oder an einer der Spielstätten selbst mit dabei sein!

Kontakt: michaelkuglitsch@gmail.com

Karten auch unter +43 664 56 96 384

Normalpreis 19,90 € ermäßigt 14,90€

weitere Vorstellungen:
09./10./16./17./23./24. Februar 2019 in der Dark City – Raum 8 Tickets unter +43 664 51 666 53