OWE DEN BOCH – Gastspiel auf der Heunburg

Schauspiel von Antonio Fian
(aktualisierte Fassung)

Regie: Rüdiger Hentzschel
Musik: Primus Sitter

Es spielen Michael Kristof-Kranzelbinder, Markus Schöttl, Nadine Zeintl

24., 25., 29., 30., 31. August und 1. September 2018
jeweils 20.18 Uhr

OWE DEN BOCH – Markus Schöttl, Nadine Zeintl, Michal Kristof-Kranzelbinder © Günter Jagoutz

!!DER GROSSE ERFOLG DER SAISON 2017 GASTIERT AUF DER HEUNBURG!!

Nach der erfolgreichen Inszenierung von „Stille im Dramolettenwald“ durch Peter Wagner im Mai 2014 am klagenfurter ensemble dachte Antonio Fian zwei seiner Dramolett-Protagonisten weiter. Mit owe den boch ist dem in Kärnten aufgewachsenen Autor ein Psychogramm zweier „verlassener Kinder“ gelungen, das sowohl dumpf als auch zart ist und mit seiner verknappten Sprache die Sprachlosigkeit seiner Charaktere offenlegt. Zugleich ist owe den boch ein Requiem auf ein Land und seine Leute, das von einer scheinbar typischen Kärntner Melancholie erzählt, die in Wahrheit nichts anderes als ein permanentes Lavieren am Rande ist, ein „Kärntner-Borderline-Syndrom“ quasi.
Der Handlungszeitraum erstreckt sich über zwölf Jahre, von 2004 bis 2016: Die beiden Protagonisten beginnen die Geschichte als Teenager und beschließen diese als Übriggebliebene, Vergessene, ernüchterte Stellvertreter einer untergewichtigen Mehrheit. Als Kärntner Rosenkranz und Güldenstern spielen sie gewissermaßen „Warten auf Godot“ am Wörthersee, werden zu plastischen und seelenvollen Charakteren in einer lyrischen Coming of Age-Geschichte und reflektieren unbewusst und auf patschert-komische Art die manische Kärntner Großmannssucht und den darauf folgenden depressiven Katzenjammer.

Antonio Fian erhebt sich dabei nie über seine Protagonisten, haucht ihnen durch seine genaue, schonungslose und gerade deshalb liebevolle Beobachtung eine geradezu beklemmende Lebendig- und Leibhaftigkeit ein. Stets scheinen sie Ahnung von der Ungerechtigkeit zu haben, in der sie leben, vom Grund ihres Übels, scheitern aber an einer Benennung, die notwendig wäre, um sich aus ihrer Misere und von den ewigen Verführern zu befreien. Bei all den Versprechungen und Verlockungen bleiben sie am Ende des Tages doch wieder nur – VALOSN!

Kritiken 2017:
Der Standard, Michael Cerha, 12. Juni 2017

Kritik Kronenzeitung I. Lino Owe den boch 09.06. 2017 Kritik Kleine Zeitung W Petuschnig Owe den Boch 09. 06. 2017

Kritik Kleine Zeitung W Petuschnig Owe den Boch 09. 06. 2017

 

Einmal mehr nimmt das klagenfurter ensemble den sich selbst gegebenen Auftrag ernst und begibt sich mit owe den boch in die Niederungen einer dümmlichen und darob umso gefährlicheren Kärntner Selbstgefälligkeit. Die bewährten Regiehände Rüdiger Hentzschels haben dabei präzises, aberwitziges und absurdes, zugleich aber tieftrauriges Theater auf die Bühne gebracht, das sich zum „Fuße des Wörthersees“ begibt, um ein geklärtes Abbild der Kärntner Realität zu zeichnen.

 

Reservierung jederzeit unter:
karten@heunburgtheater.at!
oder von 14:00Uhr bis 18:00Uhr unter 0650 7624395

 

Heunburg Theater
9111 Haimburg
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