„Herr Groll und die Stromschnellen des Tiber“

Erwin Riess liest aus seinem aktuellen Roman
„Herr Groll und die Stromschnellen des Tiber“

Die TALLTONES hören und spielen mit!
Richard Klammer: Stimme, Trompete, Percussion
Stefan Gfrerrer: Bass, Stimme, Percussion
Primus Sitter: Gitarre

Samstag, 25.11.2017
Beginn 20.00 Uhr

©Otto Müller Verlag

 

Herr Groll, der rollstuhlfahrende Detektiv aus der Wiener Vorstadt, ermittelt mit seinem Freund, dem „Dozenten“, in Rom. Markus, ein Zögling des Malteserordens, ist verschollen. Der Dozent hingegen will eine polnische Historikerin bei der Suche nach einer ominösen Koranausgabe aus der Frühzeit des Islam unterstützen.

In einem Weingut der Malteser findet Groll den väterlichen Freund des Novizen erdrosselt vor. Die Nachforschungen erweisen sich aufgrund der römischen Stadtgeografie und der antiken Straßenbeläge als schwierig. Dennoch gelingt es Groll mit Hilfe des Lebenskünstlers Ezechiel Heavensgate auf dem Aventin und in der Malteserzentrale Markus‘ Spur aufzunehmen. Dabei wird er in die Konflikte zwischen papsttreuen und papstfeindlichen Klerikern verstrickt. Auch die mafia capitale mischt mit.

Der Dozent hat eine leidenschaftliche Affäre mit der Historikerin. Die Anhängerin der spätantiken Religion des Mani fesselt ihn mit ihrem Wissen und ungewöhnlichen Sexualpraktiken. SS-Führer Himmler habe in einer NS-Ordensburg eine Koranausgabe aus der Zeit des Propheten gehortet, die von jüdischen Schriftgelehrten verfasst wurde. Das Original sei verschollen, aber in Rom sollen sich Kopien des Buches befinden. Während sich der Dozent in die Spätantike versetzt sieht, wird Groll vom Strudel der papstfeindlichen Verschwörung mitgerissen. Mister Giordano, Grolls New Yorker Freund mit sizilianischen Wurzeln, schaltet sich ein.

Unbeschreiblich und atemberaubend ist die Fülle von ökonomischen, historischen und kulturellen Fakten, von zeitgeschichtlichen und technischen Details, die Groll (…) zur Sprache bringt.“ (Kurt Neumann, Standard)

„Der beste Roman von Riess seit ´Herr Groll im Schatten der Karawanken!´“ (Peter Pisa, Kurier)

„Was Riess an historischen Hintergründen und kulturellen Verbindungen zur Sprache bringt, fasziniert. (Klaus Buttinger, Oberösterreichische Nachrichten)

©Alexander-Golser

Erwin Riess geboren 1957, aufgewachsen in  Krems-Lerchenfeld, Studium der Gesellschaftswissenschaften in Wien, Rollstuhlfahrer nach Rückenmarktumor seit 1978, 1983-1994 in der Wohnbauforschung / Wirtschaftsministeriums, wissenschaftlicher Referent für Barrierefreies Bauen, seither freier Schriftsteller, Aktivist in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung behinderter Menschen, längere Arbeitsaufenthalte in Ungarn, Zypern und New York.

Riess schrieb 14 Theaterstücke (zuletzt Der Zorn der Eleonore Batthyány, Winterpalais im Belvedere/Wien 2015, und „Herr Grillparzer fasst sich ein Herz und fährt mit einem Donaufdampfer ans Schwarze Meer“ Thalhof / Reichenau , 2016)