C’est la vie

Eine (musikalische Lese-) Revue
von Peter Turrini
mit Gerhard Lehner und Peter Raab

18., 19., 20. & 23. Jänner 2018
jeweils 20.00 Uhr

Meine erste Begegnung
mit dem Wunder der Liebe
ereignete sich in der Klagenfurter Vorstadt.

Ich saß
im Peterhofkino
und sah
„Die Rache der Pharaonen“.

Mein Knie
berührte das Knie
der Sitznachbarin
und geriet in Brand.

Der Brand
dehnte sich über mein Bein
über meinen Körper
über das Kino

über die Stadt
und über das Universum
aus.

Seither habe ich
viele großartige Filme gesehen
aber „Die Rache der Pharaonen“
bleibt der beste.

©Peter Wagner

Ich habe gedacht, dieses Schreien in mir wird zur
Ruhe kommen, wenn ich es auf die Bühne gebracht habe, aber das ist nicht der Fall, es schreit weiter.
Peter Turrini

Diese biografische Revue setzt sich aus verschiedensten Textsorten aus dem Leben des Theaterdichters Turrini zusammen, aus Texten, Gedichten, Tagebuchstellen, Briefauszügen, Passagen aus Gesprächen.Wahrscheinlich die schmerzhafteste Parabel auf ein Künstlerleben, die Turrini je geschrieben hat. Der Höllenritt eines Künstlers zwischen Triumph und Niederlage, Euphorie und Depression, Demütigung und Glückseligkeit. Man sollte nicht dem Irrtum verfallen, dem Dichter Peter Turrini alles über den Dichter Peter Turrini zu glauben. Seine Sätze sind nicht immer ganz wahr, mitunter übertrieben, oftmals dramatisch, aber eines sind sie ganz gewiss: sie sind immer wahrhaftig.
Silke Hassler

©Günter Jagoutz

Bassklarinette & Stimme Gerhard Lehner
Symphonetta & Stimme Peter Raab
Licht Gottfried Lehner
Ton Konrad Überbacher
Produktion David Guttner