WAS GEHT UNS DAS AN

das Pandämonium des Werner Kofler

difficile est satiram non scribere
decimus iunius juvenal

Uraufführung: 3. Juli 2012   20Uhr

Weitere Termine: 5., 7., 12., 13., 14., 20., 21. Juli 2012, jeweils um 20 Uhr.

Textauswahl, Regie und Bühne: Rüdiger Hentzschel
Bühnenbau: Wilfried Winkler, Gottfried Lehner
Kostüme: Michaela Haag
Licht: Gottfried Lehner
Ton: Georg Mattersdorfer
Dramaturgie: Maja Schlatte

Es spielen:
Gunda König, Katharina Schmölzer, Jutta Fastian, Monica Anna Cammerlander, Petra Staduan, Mercedes Springer, Peter Raab, Dietmar Pickl, Gerhard Lehner, Michael Kuglitsch, David Guttner, Rüdiger Hentzschel und die Kinder Emilia Schmölzer und Oskar Haag.

in punkto Humor verstehe ich keinen Spaß

…Die Wut also fehlt? Eine Wut, eine Wut, habe ich aber eine Wut! Kennen Sie übrigens schon meinen Triestroman in einem Satz, nein? Laß Triest aus dem Spiel, sagte sie bitter … Gut, nicht? Ah, wie gerne würde ich noch kürzere Romane und Novellen schreiben, wie gerne würde ich nichts mehr schreiben, überhaupt nichts mehr, aber meine Nichtlesergemeinde, die Millionen und Abermillionen, die nach meiner Literatur nicht verlangen, zwingen mich, damit fortzufahren … Aber keine Frage, irgendwann werde ich alle, die nichts von mir hören wollen, mit Verstummen und Schweigen bestrafen … Und sollten sie noch so sehr nichts von mir hören oder lesen wollen, ich werde mich nicht umstimmen lassen, nicht ich. Unerschütterlich werde ich sein, spottbillig, überglücklich, Sie verstehen schon … Die Wut also? Warnleuchte, ja? Ein Tritt, und die Warnleuchte fliegt in hohem Bogen ins Postamt gegenüber dem Il Posto. Die Wut, was war mit ihr? Ja richtig, sie fehlt, so war es. Soll ich wieder über andere herfallen? Sollte ich welche übersehen haben, die deshalb der irrigen Ansicht sind, es läge nichts gegen sie vor? Oswald Wiener zum Beispiel, soll ich sagen: Oswald Wiener, ein Scharlatan, die Verbesserung von Mitteleuropa, ein hochtrabender Scheißdreck, soll ich? Gut, ich werde sagen: Oswald Wiener, ein Scharlatan, die Verbesserung von Mitteleuropa, ein hochtrabender Scheißdreck … Oder soll ich mich in Graz einmal umtun, die sogenannten MANUSKRIPTE mir einmal vornehmen, das Forum Stadtpark, den Steirischen Herbst, soll ich? Gut, die Grazer Dichtertrottel, werde ich sagen, die Ausdünstungen des Steirischen Herbstes … Die Wut, wäre sie das? Nein? Soll ich die Namen Gerhard Roth, Erich Hackl nennen, und hinzufügen: Kuscheliger Antifaschismus? Soll ich? Ah, ich werde meine Stimme erheben: Gerhard Roth, kuscheliger Antifaschismus … Erich Hackl, kuscheliger Antifaschismus … Einen Vergleich werde ich anregen und eine Vertonung: Udo Jürgens und Erich Fried, ein Vergleich, werde ich vorschlagen, und: Udo Jürgens singt Erich Fried … Soll ich?“…Aus: „In meinem Gefängnis bin ich selbst der Direktor“, (S. 144/145)

Vielen seiner Bewunderer gilt Werner Kofler als einer der virtuosesten Prosaautoren Österreichs und das nicht erst, seit Thomas Bernhard tot ist. Die griffigsten und eingängigsten Formulierungen für seine Art des Schreibens stammen von Kofler selber: „Irrsinnskunststücke“ und „Racheakte“ hat er seine Texte genannt, seine Literatur sei „Kunst der Verschwörung“, „hohe Schule der Anspielung“, „Geheimschrift“ oder auch schlicht „Beschimpfungskunst“, ihr Verfasser ein „Meister der üblen Nachrede“, ein „Wirklichkeitszerstörer“ und vor allem, ein „Meister der Verwandlung“.

„Erstunken und erlogen“

Koflers resignativ-pathetische Definition, Literatur sei „Verbrechensbekämpfung“, wird so gern zitiert wie das Motto zu „Guggile“, seinem ersten großen Bucherfolg aus dem Jahr 1975: Es lautet: „alle personen, orte und begebenheiten sind wahrheitsgemäß ‚erstunken und erlogen'“. Und auch die folgende Stelle aus „Am Schreibtisch“, dem ersten Band seiner Trilogie, hat Karriere gemacht:

Kunst muss die Wirklichkeit zerstören, so ist es, die Wirklichkeit zerstören statt sich ihr unterwerfen (…). Aber das Entsetzliche, müssen Sie wissen, das Entsetzliche ist: Die Wirklichkeit macht ungeniert weiter, die Wirklichkeit schert sich keinen Deut um die Zerstörung, die ihr in der Kunst zugefügt wird, die Wirklichkeit ist schamlos, schamlos und unverbesserlich.

Entrüstung über die Zustände

Die in Koflers Texten zweifellos vorhandene Angriffslust ist der literarische Ausdruck seiner Entrüstung über die herrschenden Zustände. Mit den Worten von Paul Jandl: „Es drohen die Verhältnisse und der Autor droht zurück“.

In „Hotel Mordschein“, dem zweiten Band der Trilogie heißt es: „(…) die Wirklichkeit ist immer schon eine üble Sache gewesen“. Diese üble Sache, genannt Wirklichkeit, ist offenbar nur mit Satire und Sarkasmus auf Distanz zu halten. Koflers Satire aber bleibt, im Unterschied zum Humor, „unversöhnt“. Und wie zur Bestätigung dieses Prinzips präzisiert der Koflersche Erzähler in „Der Hirt auf dem Felsen“, dem dritten Band der Trilogie: „(…) in punkto Humor verstehe ich keinen Spaß (…)“. Das heißt, Koflers Sprachwitz und sein Humor verweigern sich aufs Entschiedenste der herrschenden Spaßkultur. Mit anderen Worten: Kofler lässt, zum gesteigerten Vergnügen der Leser, nicht unter seinem Niveau lachen. Das dafür aber oft.

Allgemein gültige Themen

Von „Guggile“, seiner grandiosen Erzählung über das Aufwachsen und Erzogenwerden in der österreichischen Provinz der 1950er Jahre bis zu seinem bislang letzten Text „Kalte Herberge“, einer berührenden Momentaufnahme, die den Blick freigibt auf ein ganzes Schriftstellerleben, verbindet eine Besonderheit die mehr als 20 Bücher Koflers. Es ist dies die charakteristische Spannung zwischen den allgemein gültigen Themen, die sie aufgreifen und den regional begrenzten Anlässen und ihren provinziellen Schauplätzen und Akteuren.
Ähnliches gilt für die ästhetischen Bezüge seiner Literatur, die in ihren Referenzen, in Anspielungen, Zitaten und Paraphrasen alles Provinzlerische meidet und mit weltliterarischen Schreibweisen und Traditionen von Kleist und Kafka über Beckett bis Thomas Bernhard gleichsam auf Du und Du ist.
Umweltzerstörung, Zeitgeschichte und Medienkritik sind die großen Themen des Werner Kofler.

Immer regionale Bezüge

Seit Jahrzehnten kreisen Koflers Bücher in immer neuen Anläufen um einige wenige große Themen, die trotz aller regionalen Bezüge alles andere als provinziell oder exotisch sind. Wenn man die allgegenwärtige Thematisierung des eigenen Schreibens und der eigenen prekären Existenz als Schriftsteller beiseite lässt, sind es im Wesentlichen drei Bereiche, die leitmotivisch nahezu sein gesamtes Werk bestimmen:
Erstens: Die Kritik an der Zerstörung unserer natürlichen Umwelt durch Verkehr, Tourismus, Gewinnsucht und Unverstand. Politik erscheint nicht nur in diesen Zusammenhängen als personifizierte Schamlosigkeit und oft auch als ein Spezialfall des organisierten Verbrechens.
Ich erledigte Artmann
Ich erledigte Bauer.
Ich erledigte Bayer.
Ich erledigte Bradatsch.
Ich erledigte Cami, Dürrenmatt, Galczinski.
Ich erledigte Grillparzer.
(…)
Ich erledigte Kofler, sebst ihn.
(…)
Ich erledigte Toth, ich weiss nicht mehr welchen.
Ich erledigte Sagerer, Scherrbart, Widmer.
(…)
Ah, ich erledigte sie alle.
Zweitens: Die Kritik an einer verlogenen, oft auch politisch instrumentalisierten „Erinnerungspolitik“. Koflers sarkastische Darstellungen der verdrängten Nazivergangenheit, insbesondere in ihrer österreichischen und der verschärften Kärntner Variante, gehören zum Besten und Eindrucksvollsten, was von Autoren seiner Generation geschrieben wurde. Damit meine ich so großartige Texte aus seiner Trilogie wie: „Mutmaßungen über die Königin der Nacht“ oder „Im Museum“. Vor allem aber auch sein 2001 am Stadttheater Klagenfurt uraufgeführtes „Sprechstück mit Musik“ „Tanzcafé Treblinka“, das Stück über das angebliche Nichtgewussthaben und das tatsächliche Nichtwissenwollen.

Drittens: Die Kritik an den Medien, namentlich an der Boulevardpresse und an ihrer Inszenierung des „öffentlichen Privatlebens“ und der „globalen Intimsphäre“, beides Formulierungen Koflers. Damit verbunden ist seine Kritik am Kulturbetrieb, am Starkult und dem verbreiteten Bedürfnis nach Führergestalten und „Erlösern“. Manche unserer Tagesgrößen werden wohl nur in seinen Texten überdauern.

Irr-witzige sprachliche Erkundungen

In Koflers Büchern erscheinen diese Themen meist nicht als realistische „plots“ oder als romanhafte Handlungszusammenhänge, sondern im wortwörtlichen Sinn als oft irr-witzige sprachliche Erkundungen und Expeditionen im Schreibtischgebiet; gründlich recherchiert, mit Daten und Fakten belegt, mit Namen und Anschriften versehen, literarisch verfremdet und kunstvoll zugespitzt.
So sind Koflers Bücher literarisch kühne, zuweilen auch raffiniert-infame Fortschreibungen dessen, was war, was ist, oder was sein könnte. Das Material dafür wächst ihm aus allen möglichen und unmöglichen Quellen zu: aus historischen Dokumenten und wissenschaftlichen Publikationen ebenso wie aus Texten von Kollegen und Kolleginnen, privaten Fotoalben oder den Klatschspalten der „Kronenzeitung“. Doch erst die so virtuose wie radikale Bearbeitung macht aus dem penibel Recherchierten, aus dem historisch oder biografisch Zufälligen, Literatur.

Aufhebung der gewohnten Maßstäbe

Es ist dies ein ästhetisches Programm, das die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, die Grenze zwischen Literatur und Leben, ganz bewusst zum Verschwimmen bringt und das seine oft anarchische Wirkung nicht zuletzt aus der Aufhebung der gewohnten Maßstäbe und Wahrnehmungsweisen bezieht. Wie bei Karl Kraus sind auch bei Kofler oft „die grellsten Erfindungen (…) Zitate“. Im Unterschied zu Kraus sind bei Kofler jedoch zuweilen auch die Zitate Erfindungen. Aus diesem raffinierten Spiel mit Authentizität und Erfindung, mit Zeichen und Bedeutung, wie er es nennt, bezieht seine Prosa viel von ihrer Kraft und ihrer Eigenart.
Solcher literarischer Raffinesse und dem künstlerischen Ingenium Werner Koflers, der am 23. Juli 2007 seinen 60. Geburtstag feierte, verdankt die österreichische Literatur einiges vom Besten, was in den letzten Jahrzehnten geschrieben wurde.

Klaus Amann

Das Projekt Kunst muss die Wirklichkeit zerstören

Auf diese zweite Chance habe ich gehofft. Dass sie so schnell da sein wird, verdanken wir allerdings dem viel zu frühen Tod von Werner Kofler. Bereits 2008 hat das klagenfurter ensemble den Versuch unternommen, dem literarischen Genius Werner Kofler auf der Bühne gerecht zu werden. Rüdiger Hentzschel hat sich als Regisseur von „SCHEISSEN TAG“, einen Jandl Theatern“, für welches er die Texte ausgesucht und montiert hat  nachdrücklich für den zweiten Kofler-Versuch empfohlen, zumal er von der überragenden Qualität der literarischen Hinterlassenschaft Koflers ebenso überzeugt ist, wie ich. Das Ziel des Projektes wird allerdings das selbe sein, wie schon vor drei Jahren: Wir werden auf Basis der Kofler´schen Texte eine mehrdimensionale Theaterreise vorbereiten, visualisierte Texte oder/und versprachlichte Bilder erzeugend, eine auf geistige Umwälzung in Kärnten (und natürlich auch in Österreich und sonstwo) hinsteuernde „Arche Kofler“ ausrüsten, keine „szenische Lesung“ also, vielmehr ein apokalyptisches Rasseln mit den irrwitzigen Assoziationsketten aus dem Pandaimonion des Villacher Wortberserkers, soweit dies der Gebrauch des dem Theater inherenten Instrumentariums ermöglicht. Koflers Skepsis all jenen gegenüber, die, mit großen Gesten durch Wirkung auf Gefühle und Instinkte, Massen bewegen wollen, seine in jedem Satz aufblitzende Wut auf Gesellschaftszustände, in welchen die „Nachahmer, die Philister, die Journalisten, aber auch die Herren im Tempel des Ruhmes und die Pfaffen“ tonangebend sind, gipfelt in der weiter oben erwähnten Forderung, die Kunst müsse die Wirklichkeit zerstören – eine Forderung, die mir angesichts der Entwicklung der letzten Jahre am ernst zu nehmenden deutschsprachigen Theater zusehends mehr wahrgenommen zu werden scheint. Dass sich – wie Kofler richtig konstatiert – die Wirklichkeit keinen Deut um die Zerstörung schert, sollte die Theatermacher nicht entmutigen, sind sie doch selbst wesentlicher Teil dieser Wirklichkeit, man kann also auch getrost an sich selbst weiterarbeiten. Ein Theater aber, das diesen radikal formulierten Anspruch aufgibt, degradiert sich selbst zum Geschmacksverstärker im ohnedies viel zu wässrig-lauen Kultursüppchen.

Gerhard Lehner

…“Daß ich dem Übersetzer Reitani aus Bari den Unterschied zwischen Mordschein – Hotel Mordschein – und Mondschein – Hotel Mondschein – beibrachte, genauer: Daß ich dem Übersetzer Reitani, der sich für einen der bedeutendsten Übersetzer überhaupt hält, den Unterschied zwischen Hotel Mondschein – Hotel Al chiaro di luna – und Hotel Mordschein – Hotel alla Malefatta? – am eigenen Leib beibringen, noch genauer: im Hotel Mondschein / Al chiaro di luna in Bozen / Bolzano, in einer Vollmondnacht, wie sich versteht, beibringen mußte, kam so: Nicht nur, daß der Reitani, der, was er heute bestreitet, von meiner Literatur nie auch nur das allergeringste gehalten hat, in einem biographischen Abriß zu seiner in einer Zeitschrift erschienenen, mit der größten Rücksichtslosigkeit durchgesetzten Übersetzung einer Triestiner Prosaskizze von mir ohne jede Notwendigkeit den Titel eines ihm wohlbekannten Buches, nämlich HOTEL MORDSCHEIN, mit Hotel Al chiaro di luna, also Mondschein übersetzt hatte, hatte er auch in der Übertragung selbst die Textpassage Ein fortwährendes Wassergeräusch, ein Spritzgeräusch, wie wenn irgendwo mit einem Gartenschlauch das Straßenpflaster besprengt würde mit Un ininterrotto rumore di mare, also mit Meeresgeräusch, Rauschen des – vor Triest nachgerade stummen – Meeres übersetzt, also – Wasser da, Wasser dort – aus einem Gartenschlauch das Meer, aus einem Spritzgeräusch die Brandung gemacht;…
aus: „Dopo Bernhard“(S. 5f.)
Anm.: Prof. Reitani ist derzeit Kulturstadtrat von Udine und besuchte im April d.J. mit Cesare Lievi, dem Intendanten des Teatro Novo Giovanni da Udine, eine Vorstellung von „Tina Modotti“ im ke.

Kein Gedicht

Zum Thema ÖSTERREICH 2000 wäre mir
kein Gedicht zu schlecht
gewesen, nichts
zu billig.
Einige Figuren eines TRANSPOLITISCHEN
KASPERLTHEATERS hätte ich erfunden:
den Herrn Prinzhormon,
die Frau Sicklgruber,
die Puppenköchin und
die Barbie-Puppe sowie
den Sohn des ehemaligen
GAUJUGENDWALTERS OBERDONAU
( GAULEITUNG : Eigruber August );
ferner den AUFGEBLASENEN WESTENTHALER
( ach, daß ein Petzi-Bär den STÖPSEL
herauszöge und die Luft abließe,
oder, besser noch, ihn dermaßen
aufbliese, dass der Wind ihn
forttragen würde weit
nach Osten ! )
Aber bevor ich, und wäre es
zum Thema ÖSTERREICH 2000, so ein
schlechtes Gedicht schreibe, schreibe ich
gar nichts.

Werner Kofler

Geb. 23.Juli 1947 in Villach,gest. 08. Dezember in Wien, lebte und arbeitete in Wien/Österreich
Stationen u.a.: Lehrerbildungsanstalt. Seit 1968 freier Schriftsteller.
Arbeitsgebiete: Gedicht, Erzählung, Roman, Hörspiel
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Elias Canetti-Stipendium (1987). Österreichischer Würdigungspreis für Literatur (1990). Arno Schmidt-Preis (1996/97). Kulturpreis des Landes Kärnten (2004).
Veröffentlichungen (Auswahl): Guggile.Vom Bravsein und Schweinigeln, Eine Materialsammlung aus der Provinz (1975/2004, Deuticke). Oliver, Hörspiel (1982). Hotel Mordschein, Prosa (1989). Der Hirt auf dem Felsen, Prosa (1991). Herbst,Freiheit (1994). Szenen aus dem Salzkammergut (1996). Wie ich Roberto Cazzola in Triest plötzlich und grundlos drei Ohrfeigen versetzte, Versprengte Texte (Wespennest). Aus der Wildnis (1998). Manker (1999). Ida H. (2000). Tanzcafé Treblinka (2001). Kalte Herberge, Bruchstücke (2004, Deuticke). Triptychon:Am Schreibtisch/Hotel Mordschein/Der Hirt auf dem Felsen, Prosa (2005, Deuticke). In meinem Gefängnis bin ich selbst der Direktor, Lesebuch mit Audio-CD (2007, Drava, Hrsg. von Klaus Amann).

Rüdiger Hentzschel

ist in Karlsruhe geboren und lebt seit seiner Schauspielausbildung, die er von 1984-88 am dortigen Max-Reinhardt-Seminar absolvierte, in seiner Wahlheimat Wien. Schauspielengagements führten ihn unter anderem an die Württembergische Landesbühne Esslingen sowie viele Wiener Bühnen, von Volkstheater, Schauspielhaus und Theater in der Josefstadt bis hin zur Off-Bühne Gruppe 80
Seit 1995 arbeitet Rüdiger Hentzschel als Regisseur. In Wien inszenierte er beispielsweise Das Land wo Milch und Honig fließen im Theater Drachengasse, Elena und Robert im Theater in der Josefstadt sowie Oleanna, Wir sind keine Engel, Komödie im Dunkeln, Die Grönholm-Methode und zuletzt Hin und Her am Scala-Theater.
Seine äußerst erfolgreiche Inszenierung von Drei Schwestern war in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Tournee. Zuletzt inszenierte Rüdiger Hentzschel in Frankfurt Toutou von Daniel Besse und Agnc(s Tutenuit, Rose von Neil Simon in Düsseldorf , Gut gegen Nordwind in Berlin und Die Falle in München.

Bella Ban

1958 geboren in Klagenfurt
1977-82 Hochschule für Angewandte Kunst, Wien
Bildhauerei bei Wander Bertoni, Diplom
1982-84 Bühnen- und Filmgestaltung bei Erich Wonder
1996-06 kunstraum cafe OM mit Viktor Rogy (+2004)
Lebt und arbeitet in Klagenfurt.
Seit 1983 Ausstellungen und Projektrealisationen im In- und Ausland.
Arbeitsfelder: Plastik, Objekt, Installation, Foto, Grafik, interaktionistische Kunst, Kunst im öffentlichen Raum, Betreuung des künstlerischen Nachlasses von Viktor Rogy