MAJA KURYBUA

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Maja Kurybua

Ein poetischer Zustand

Uraufführung am 20. September 2013 um 20 Uhr
im Theater Halle 11 in Klagenfurt (Messeplatz1/11)Flyer maja kurybua  sept  13
Weitere Vorstellungen: 21., 22., 24., 25., 26., 27., 28. September 2013
Beginn jeweils um 20 Uhr
Ticket-Hotline: 0463/ 310 300
Per Mail: theater@klagenfurterensemble.at
Biographisch-assoziative spartenübergreifende
Verarbeitung der zufälligen Bekanntschaft zwischen
der Sängerin und Tonhof-Mäzenin Maja Lampersberg
und dem Regisseur und Schauspieler Felix Strasser
(vlg. “Kurybua”) während dessen Zivildienstes in einem
Klagenfurter Altersheim.
Eine Produktion des klagenfurter ensembles
im Rahmen von Ton.Hof.Spur
Text, Inszenierung, Bühne, Ausstattung:
Yulia Izmaylova / Boris Randzio / Felix Strasser
Musik ….J. S. Bach, Yves Montand, Eric Satie
Choreographie ……………………………………….. Boris Randzio
Es spielen
Maja Lampersberg …………………………………… Sirje A. Viise
Kurybua ………………………………………………. Michael Krištof
Maja Weis-Ostborn …………………………………. Johanne Timm
Schwester Benjamenta ………………………….. Sara Zambrano
Violoncello ………………………………………. Alenka Piotrowicz
Stimme der Großmutter ………………………… Katharina Seelig
Technik & Bauten ………………………………… Gottfried Lehner
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Der Regisseur und Chef des kleinsten Theaters der Welt, Felix Strasser ist den Besuchern des ke-Theaters kein Unbekannter. Das ke-Team war umso überraschter, als es sich im Zuge der Vorgespräche zum Projekt Ton.Hof.Spur herausstellte, dass er, als Zivildiener, Maja Lampersberg in ihren letzten Lebensjahren im Klagenfurter Franziskusheim pflegte. Und sie ihn durch ihre Erinnerungen an die Künstlerwelt am Tonhof bestärkte, sein Studium sein zu lassen und sich ganz dem Theater zu verschreiben.
Nach einem Schlaganfall lebte Maja Lampersberg nicht mehr am Tonhof und in Wien, und eine zeitlang lebte auch Gerhard Lampersberg bei ihr im Heim, starb aber vor ihr.
Ihr Dasein nach dem Schlaganfall bezeichnete Gerhard Lampersberg als >poetischen Zustand<. Auf den ersten Blick und streng medizinisch gesehen wurde dieser Zustand als >Demenz< schubladisiert.
Man kann sich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass die ausgebildete Sängerin, die eine eigene Karriere viel zu wenig auskosten durfte, eine >Überlebens-Strategie< entwickelte, um mit der (vorher von ihr so gefürchteten) Heim-Situation fertigzuwerden. Sie tat so, als könnte sie jederzeit an die Stätten ihre glücklichen Zeiten – nach Paris, Bonn, Wien, Berlin. Oder gar abends in die Oper … Eine besondere Symbiose wird an diesem letzten Wohnort der Künstlerin und Mäzenin sichtbar: Die Gespräche über Kunst beleben Maja, bestätigen ihren Pfleger und Freund in seiner Entscheidung für Kunst … Eine schicksalhafte Begegnung, die auch die Verbindungen der Hermagorer Familien Kury und Lampersberger sichtbar macht …
Also: Ein Stück Kulturgeschichte Kärntens, zweimal persönliche Geschichte zweier Künstler und als >Bonustrack< – ihre Begegnung und ihre Auswirkungen.
Maja Kurybua
Ein poetischer Zustand
____________________________Text von Felix Strasser und Yulia Izmaylova (unter Hinbeiziehung von Kurzzitaten von Robert Walser, August Kury, Katharina Seelig, Paul Scheerbart, Christine Lavant, Iwan Turgenjew, H.C. Artmann u. a.)
Foto: Copyright Robert Musil Institut