JONKE

MEIN REICH IST IN DER LUFT

Theaterpartituren Gert Jonke
Uraufführung 4. Dezember 2010

Eine Koproduktion des klagenfurter ensemble mit dem Theater Waltzwerk

Regie und Textauswahl: Maximilian Achatz

Bühne: Peter Hotzy

Licht: Manfred Kratochwill

Musik: Hartmut Böhm, Miramis Mattitsch

Mit: Bella Ban, Katharina Schmölzer, Angie Mautz, Rüdiger Hentzschel, Gernot Piff, Peter Raab, Gerhard Lehner, Kai Möller

Mein Reich ist in der Luft

„Wovon man nicht reden kann, darüber muss schweigen“

(Ludwig Wittgenstein)

jonke02Ein Stück Theater von Gert Jonke ist in Kärnten längst überfällig.

Man kann Jonke besser verstehen, wenn man sich an den Urtopos vom verlorenen Paradies erinnert. Vielen seiner Texte liegt der klassische Dreischnitt zugrunde:

Zu Beginn ist der Mensch im Einklang mit der Natur (Paradies / Unschuld)
dann im Zwist mit sich und der Natur (Sündenfall / Schuld)
und hofft schließlich auf einen dritten, neu erarbeiteten Urzustand (Erlösung / Wiedergewinnung der Unschuld)

Joachim Lux

Gert Jonke (1946 – 2009)

Auszeichnungen

  • 1977 Ingeborg-Bachmann-Preis
  • 1980 Förderpreis des Marburger Literaturpreises
  • 1984 Manuskripte-Preis des Landes Steiermark
  • 1987 Österreichischer Würdigungspreis für Literatur
  • 1988 Preis der Frankfurter Autorenstiftung
  • 1990–1993 Robert-Musil-Stipendium
  • 1991 Internationaler Bodensee-Kulturpreis
  • 1993 Würdigungspreis der Stadt Wien
  • 1993 Anton-Wildgans-Preis
  • 1997 Erich-Fried-Preis
  • 1997 Franz-Kafka-Preis der Stadt Klosterneuburg
  • 1998 Berliner Literaturpreis
  • 2001 Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur
  • 2003 Nestroy-Theaterpreis Bester Autor von Chorphantasie
  • 2005 Kleist-Preis
  • 2006 Arthur-Schnitzler-Preis
  • 2006 Nestroy-Theaterpreis Bester Autor von Die versunkene Kathedrale
  • 2008 Nestroy-Theaterpreis Bester Autor von Freier Fall

Werke

  • Geometrischer Heimatroman. Frankfurt am Main 1969, ISBN 3-518-03345-X
  • Beginn einer Verzweiflung. Salzburg 1970
  • Glashausbesichtigung. Frankfurt am Main 1970
  • Musikgeschichte. Literarisches Colloquium, Berlin 1970, ISBN 3-920392-04-3
  • Die Vermehrung der Leuchttürme. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1971
  • Die Hinterhältigkeit der Windmaschinen oder Ein Schluck Gras löscht jeden Durst im Inland und im Ausland auch. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1972
  • Im Inland und im Ausland auch. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1974, ISBN 3-518-06656-0
  • Schule der Geläufigkeit. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1977, ISBN 3-518-03348-4
  • Der ferne Klang. Residenz-Verlag, Salzburg u. a. 1979, ISBN 3-7017-0228-4
  • Die erste Reise zum unerforschten Grund des stillen Horizonts. Salzburg [u. a.] 1980
  • Erwachen zum großen Schlafkrieg. Residenz-Verlag, Salzburg u. a. 1982, ISBN 3-7017-0287-X
  • Schwarzbuch. Klagenfurt 1984 (zusammen mit Sepp Schmölzer)
  • Der Kopf des Georg Friedrich Händel. Residenz-Verlag, Salzburg u. a. 1988, ISBN 3-7017-0534-8
  • Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist. Residenz-Verlag, Salzburg u. a. 1990, ISBN 3-7017-0655-7
  • Opus 111. Verlag der Autoren, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-88661-142-6
  • Stoffgewitter. Residenz-Verlag, Salzburg u. a. 1996, ISBN 3-7017-1034-1
  • Das Verhalten auf sinkenden Schiffen. Residenz-Verlag, Salzburg u. a. 1997 (zusammen mit Ilse Aichinger), ISBN 3-7017-1101-1
  • Es singen die Steine. Residenz-Verlag, Salzburg u. a. 1998, ISBN 3-7017-1121-6
  • Himmelstraße – Erdbrustplatz oder Das System von Wien. Residenz-Verlag, Salzburg u. a. 1999, ISBN 3-7017-1172-0
  • Insektarium. Jung und Jung, Salzburg 2001, ISBN 3-902144-03-3
  • Chorphantasie. Literaturverlag Droschl, Graz u. a. 2003, 3-85420-627-5
  • Redner rund um die Uhr. Jung und Jung, Salzburg u. a. 2003, ISBN 3902144483
  • Klagenfurt. (zusammen mit Siegfried Gutzelnig), Heyn, Klagenfurt 2004, ISBN 3-7084-0012-7
  • Strandkonzert mit Brandung. Georg Friedrich Händel. Anton Webern. Lorenzo da Ponte. Salzburg: Jung und Jung, 2006.

Theaterstücke

  • Damals vor Graz, Uraufführung Forum Stadtpark Graz 1989
  • Die Hinterhältigkeit der Windmaschinen
  • Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist, Theatersonate, UA Styriate Graz 1990
  • Weitere Aufführung der ‚Theatersonate‘ Der Ohrenmaschinist mit Ulrich Wildgruber, Hamburger Kammerspiele 1993/94, TV-Aufzeichnung eines Gastspiels bei der Szene Salzburg im August 1994(Bildregie:Felix Breisach) in Koproduktion ORf, NDR und arte
  • Opus 111, UA Volkstheater Wien 1993
  • Gegenwart der Erinnerung, UA Volkstheater Wien 1995
  • Es singen die Steine, UA Stadttheater Klagenfurt 1998
  • Insektarium, UA Volkstheater Wien 1999 (Regie: Michael Kreihsl)
  • Die Vögel, UA Volkstheater Wien 2002.
  • Chorphantasie, UA Kulturhauptstadt Europas/Theater Graz, 2003
  • Redner rund um die Uhr, UA Semper-Depot Wien, 2004
  • Seltsame Sache, UA Ruhrtriennale September 2005
  • Die versunkene Kathedrale, UA Burgtheater September 2005
  • Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist, Erstaufführung in Gebärdensprache mit dem gehörlosen Schauspieler Werner Mössler durch ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater im Theater des Augenblicks Wien März 2006

(jeweils Frankfurt/M.: Verlag der Autoren)

  • Freier Fall, UA Akademietheater Wien 24. Mai 2008
  • „Platzen Plötzlich“, UA (Regie: Martin Gruber), aktionstheater ensemble, Festspielhaus Bregenz//Semper Depot Wien 2008

Libretto

  • Volksoper. Musik: Dieter Kaufmann. Regie: Vintila Ivanceanu, Ausstattung: Burgis Paier. Sänger und Darsteller: Hortus Musicus Klagenfurt. Wien: Theater an der Wien, 1984.

Hörspiele

  • Der Dorfplatz, 1969
  • Damals vor Graz, 1970
  • Glashausbesichtigung, 1970
  • Es gab Erzählungen, Erzählungen und Erzählungen, 1971
  • Die Schreibmaschinen, 1972
  • Wiederholung eines Festes, 1975
  • Schule der Geläufigkeit, 1976
  • Klavierstück, 1976
  • Hörfunkenflug, 1979
  • Im Schatten der Wetterfahne, 1986
  • Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist, 1992
  • Opus 111, 1993