Bräutigall und Anonymphe

gallweb

Koproduktion des klagenfurter ensemble mit dem Musiktheater-Verein K&K

Szenische Uraufführung am 25. April 2013 um 21 Uhr im Theater Halle 11

(Messeplatz/Eingang Florian-Gröger Str.)

im Rahmen des Schwerpunktjahres Ton.Hof.Spur

Musik: Dieter Kaufmann

Nach Texten von Caroline und von Konrad Bayer: >Unpainted poems< und >Bräutigall und Anonymphe<.

 

Der erste Teil des Abends bezieht sich auf Texte der Malerin Caroline, deren Ausstellung >Unruhe< zwei Stunden zuvor (19 Uhr) in der Alpen-Adria-Galeri e im Stadthaus eröffnet wird. >Unpainted poems< nach Texten von Caroline sind in der Fassung für Stimme, Viola, Posaune und Akkordeon zu hören.

Caroline ist ein ganz naher Zeitzeuge des Ehepaares Maja und Gerhard Lampersberg, das am Tonhof in Maria Saal eine Art Avantgarde-Salon in Permanenz geführt hat und viele Literaten zu Beginn ihrer Karriere am Tonhof beherbergte. So auch Konrad Bayer, von dem vielen leider nur noch der in den 1970ern vertonte Text >Glabst i bin bled …< erinnerlich ist.

Dieter Kaufmann hat bereits Teile dieses Abends beim Musikforum 2012 vorgestellt. Nun aber wir auch >Bräutigall und Anonymphe<, ein Tanztheater nach Konrad Bayer (1963) szenisch uraufgeführt (für Tänzerin, Sprecherin, Sopran, Bariton, Viola, Posaune, Akkordeon, Video und Elektronik).

Mitwirkende: Sapia Nedwed (Tanz und Choreografie), Gunda König (Sprecherin), Elisabeth Sykora (Sopran), Karl Oblasser (Bariton), Alexander Eberhard (Viola), Clemens Hofer (Posaune), Alfred Melichar (Akkordeon),. Ulrich Kaufmann (Video und Inszenierung), Dieter Kaufmann (Komposition und Klangregie).

 

Karten: 0463/310300 oder theater@klagenfurterensemble.at

 

Caroline: Ganze Jahrgänge von Kunstzeischriften wurden zu meinen Tagebüchern. Ich begann die Magazine nach meinem Ermessen umzugestalten, auszubessern, fade Bilder lustvoll zu übermalen und meine Meinung dazu zu schreiben. Ich grundierte, collagierte, zeichnete, bemalte und beschrieb die einzelnen Seiten. Vom ursprünglichen „omnipotenten“ Kunstriesen blieb nicht mehr viel übrig, hie und da Bildfragmente oder Wortfetzen, die ich mir zu verfremden erlaubte. So entstanden meine eigenen „Kunst-Zeit-Schriften“. Sie wurden zu Tagbüchern meiner Befindlichkeiten, Rohzustandsgedanken und Lebensscheißheiten, kleine Gedichte – gegen die Literatur geschrieben.

 

Details zum Programm: „UNPAINTED POEMS“ nach Texten von Caroline für Stimme, Viola, Posaune und Akkordeon, Op.120

Heft 1

 

1.)Die Architektur der Musik

2.)Die gelbe Gefahr

3.)Gegenstände

4.)Deformation professionell

5.)Hinter den sieben Bergen

6.)Den Stein von unten anschauen

7.)Farbideen

8.)Ich wehre mich

Heft 2

09.)Es lebe das Nahsehen

10.)Kannibalen

11.)TV – Brutal

12.)Edelsteintherapie I

13.)Edelsteintherapie II

14.)Durch die Blume

15.)Re – in – carne

16.)Drüsendüsen