Nietzsche oder Das deutsche Elend

von Alexander Widner

Regie: Alexander Mitterer

Premiere: 5. Mai 2017 – AUSVERKAUFT
weiters: 6., 8., 9., 16., 17., 18., 19., 20. Mai 2017
jeweils 20.00 Uhr

Mit: Klaudia Reichenbacher, Margot Ganser Skofic, Nadine Zeintl, Rüdiger Hentzschel, Gerhard Lehner

Über das Glück in der Philosophie
oder
„Ein gesunder Bettler ist glücklicher als ein kranker König“*
oder
Zur Sentenzenscheißerei im „Nietzsche“ des Alexander Widner

 

Nietzsche Szenenfoto
Rüdiger Hentzschel

„Wer wird denn überhaupt so einen Schas spielen“, hat sich Alexander Widner dereinst gefragt. Wie sich später heraus stellte, immerhin das Schauspielhaus Wien, das Schlossparktheater Berlin oder das Trust Theater Amsterdam, alle zusammen scheinen den Text allerdings viel ernster genommen zu haben als Widner selbst, denn ausgerechnet die Vorstellung in Amsterdam, wo der Autor kein Wort verstanden hat, hat ihm am besten gefallen, was an der holländischen Sprache gelegen haben mag, dort heißt der Leiter eines Theaters ja auch „Theater Leider“ und überhaupt klingt die holländische Sprache für uns und also für Widner lustig, während die deutschsprachigen Aufführungen den Berichten zufolge vor lauter Sinnsuche sehr humorbefreit über die Bühne gingen, womit wir bei Widners hinterfotziger literarischer Subversivität sind:

„Alle Menschen wollen glücklich sein“

 

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Acousmatic dancefloor

Cornelia Scheuer: Choreografie/Tanz
Dieter Kaufmann: Musik
Ulrich Kaufmann: Video
Karl-Heinz Ströhle: Bühnenobjekte
Stückentwicklung: Cornelia Scheuer, Ulrich Kaufmann

5., 6. Juli 2017  20.00

In den Kompositionen „Herbstpathetique/La Mer/Adagio Herbst 2001″ von Dieter Kaufmann setzt sich Cornelia Scheuer der Wucht der Klänge aus, reibt sich an ihnen, lässt sich von ihnen treiben, geht in ihnen unter, kooperiert und revoltiert.

Eine enge Beziehung mit Höhen und Tiefen.

Foto: Milan Piko
Foto: Milan Piko

„…die Uraufführung war ein leuchtendes Gesamtkunstwerk eines besonderen Künstlerkollektivs. Scharfer Sound, zarter Tanz. Die charismatische Tänzerin Cornelia Scheuer aus Wien zeigte mit starken Armen an ihrem zarten, geschmeidigen Körper, dass gelähmte Beine kein Hindernis sind für beeindruckende Bewegungsbilder – vielleicht
ihre bisher stärkste Performance überhaupt. Nach dem Konzept von Filmemacher Ulrich Kaufmann zog sie auf dem weißen Tanzboden ihre Kreise, lotete Grenzen aus. So dehnte sie sich etwa rhythmisch in einem verformbaren Metallring des bildenden Künstlers Karl-Heinz Ströhle aus Vorarlberg – eine Aktion, die Ulrich Kaufmann als live bearbeitetes Schwarzweiß-Video an die Bühnenhinterwand spiegelte: eine geniale, hochästhetische Verfremdung des Geschehens am Boden…“
Andrea Hein, 12. Dezember 2015, tanz.at

Trailer

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