HERE AND NOW

10., 11. Februar 2017  20.00

Tanztheater von Andrea K. Schlehwein/Netzwerk AKS

„Ein rundweg gelungenes, 90 Minuten lang packendes, überbordendes Tanz-Geschehen, getanztes Bild des Jetzt; oder „neudeutsch“: ein getanzter Screen-Shot (eines Stückchens) unserer Welt, poetisch beunruhigend.“
Eveline Koberg, tanz.at

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit?
Zusammenhänge lösen sich auf, moralische Werte verschieben sich, alles fällt auseinander und irgendwann bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Und dennoch bleibt das Leben ein Geschenk. In HERE AND NOW halten wir uns einen Spiegel vor. Was dabei herauskommt ist eine lapidare Groteske, ein dynamischer Overload, ein Sturz ins Chaos, ein Tanz auf dem Vulkan; Carpe Diem trifft auf Memento Mori.

Foto: Roman Zotter
Foto: Roman Zotter

Netzwerk AKS

 

 

Foto: Jo Hermann
Foto: Jo Hermann

Reich an (all) gegenwärtigen Bildern, an kritischen Denkanstößen, Assoziationsangeboten und offen gegenüber zahlreichen Perspektiven und Interpretationen (von der eigenen, der künstlerischen Seite her wie für die des Publikums): So bunt, so herausfordernd, so widersprüchlich, so beängstigend und irrsinnig wie es ist, das Träumen vom und das tatsächliche „Here an Now“, ist das, was als Uraufführung dieses Namens im Art Space von Andrea K. Schlehwein / Netzwerk AKS als einer der zentralen Programmpunkte gezeigt wurde. Ein tänzerisches Kaleidoskop voller Überraschungen, voller Faszination des Grotesken in dem man sich (auch) verlieren kann – bis man wieder aufschreckt angesichts einer unerwarteten Wendung, Entwicklung, Bedrohung; kreiert und installiert in einem Bühnenraum aus zwei durch Türen miteinander verbundenen Zimmern. Dieser wie auch das Konzept, die Choreographie, Kostüme, Soundtrack und Licht sind das Werk Schlehweins.
Strukturell wie thematisch eingebettet in und begrenzt durch das, was das Ich und das Wir ausmachen, suchen die neun internationalen TänzerInnen des AKS (ihren) Raum und (ihre) Rolle; zielstrebig, taumelnd, verloren, aggressiv. Ausnahmslos im Wissen und in authentischer Anwendung ihres Könnens: Ein rundweg gelungenes, 90 Minuten lang packendes, überbordendes Tanz-Geschehen, getanztes Bild des Jetzt; oder „neudeutsch“: ein getanzter Screen-Shot (eines Stückchens) unserer Welt, poetisch beunruhigend.“
Eveline Koberg, tanz.at